VME Jahresbericht 2025

Arbeiten für einen starken Standort – das war auch 2025 das Leitbild von UVB und VME. Wir sind für die Unternehmen in zahlreichen Themen unterwegs – von Arbeitsrecht bis Tarifpolitik, von Digitalisierung bis Fachkräfte. Mit unseren Initiativen sorgen wir dafür, dass der Standort besser wird und unsere Mitglieder effizienter arbeiten können.

3. Januar 2025

Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp

Jahresauftakt
Wirtschaft der Region steckt fest in der Stagnation

UVB und VME erwarten auf ihrer traditionellen Pressekonferenz zum Jahresauftakt für 2025 lediglich ein schwaches Wirtschaftswachstum von 0,5 bis 1,0 Prozent nach einer Stagnation im Vorjahr. Zwar dürfte die Region damit leicht über dem Bundesdurchschnitt liegen, insgesamt bleibt die Dynamik jedoch gering. Hauptursachen sind eine schwache Nachfrage sowie strukturelle Standortprobleme wie Bürokratie, hohe Kosten und Defizite bei Infrastruktur und Bildung. Die Stimmung in den Unternehmen ist entsprechend angespannt. VME-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp betonte: „Ein starker Motor, der die Unternehmensgeschäfte antreibt, ist derzeit weit und breit nicht in Sicht.“ Der Verband fordert daher eine konsequente Wachstumspolitik, insbesondere Bürokratieabbau und neue Ansätze bei der Infrastrukturfinanzierung unter Einbindung privaten Kapitals.

8. Januar 2025

Der VME-Vorstandsvorsitzende Stefan Moschko, Dr. Dietmar Woidke, MTU-Geschäftsführer André Sinanian, Bezirks-Geschäftsführer Elmar Stollenwerk, Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp (v.l.n.r.. Foto: Wagenzik)

Neujahrsempfang Potsdam
Wirtschaft in Brandenburg will mehr Rückenwind für den Standort

Die Wirtschaft in Brandenburg fordert bessere Rahmenbedingungen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu stärken. Im Fokus stehen bezahlbare Energie, weniger Bürokratie sowie Investitionen in Bildung, Forschung und Digitalisierung. Zudem fordern die Unternehmen eine gezielte Fachkräftezuwanderung. Vertreter der Wirtschaft sehen 2025 als mögliches Jahr des Aufbruchs, sofern in der Politik die Weichen richtig gestellt werden. André Sinanian, der Vorsitzende der Bezirksgruppe Potsdam, erklärte: „Unsere Firmen brauchen jeden erdenklichen Rückenwind für mehr Produktivität und geringere Kosten.“

15. Januar 2025

InfoTruck des VME

Prominent platziert: M+E-InfoTruck wirbt auf der vocatium am Tempelhofer Feld für eine Karriere in der Zukunftsindustrie © VME 2025 | Anke Zeitschel

InfoTruck
Zwei Bundesländer, 56 Tage, unzählige Kilometer

Der InfoTruck der Metall- und Elektroindustrie ist ein mobiles Lernlabor unserer Branche, das Jugendlichen moderne Ausbildungsberufe interaktiv näherbringt. An multimedialen Stationen und mit echten Maschinen können sie Technik praxisnah entdecken und sich über Karrierewege informieren. Ziel ist dabei immer, eine frühzeitige berufliche Orientierung zu ermöglichen, das Interesse an MINT-Berufen zu wecken und den Fachkräftenachwuchs zu fördern. 

Im Jahr 2025 legte der M+E-InfoTruck in der Hauptstadtregion wieder unzählige Kilometer zurück. Stationen waren VME-Mitgliedsunternehmen wie Evamo Pump Technology Solutions, hmp HEIDENHAIN-MICROPRINT, MAN Energy Solutions in Berlin sowie VW in Chemnitz und ZF Getriebe in Brandenburg. Hier erleichtert der direkte Kontakt zwischen Ausbildungsleitern und Azubis einerseits sowie den Schülerinnen und Schülern andererseits die Anbahnung von Praktika oder Berufsausbildungen.

Neben dem ABB Ausbildungszentrum in Berlin besuchte das Infomobil auch Schulen in Angermünde, Berlin, Finsterwalde, Neustadt an der Dosse, Prösen, Oranienburg, Zehdenick und Zossen. Daneben standen Ausbildungsmessen wie die Kick&Work am Stadion an der Alten Försterei und vocatium auf dem Tempelhofer Feld auf dem Programm. An insgesamt 56 Tagen informierte der Truck Schülerinnen und Schüler in Berlin und Brandenburg über die vielfältigen Berufsbilder der M+E-Industrie.

23. Januar 2025

Wirtschaft

Schlanke Prozesse, starke Unternehmen

Mit der LEAN-Modulreihe unterstützt der VME gemeinsam mit dem ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft – Mitgliedsunternehmen dabei, ihre Prozesse zu verbessern und Verschwendung zu vermeiden. LEAN-Methoden sind in der Produktion längst etabliert. In den administrativen Bereichen vieler Betriebe steckt jedoch noch viel ungenutztes Potenzial – genau dort setzte die sechsteilige Modulreihe an, die bereits im November 2024 mit einem Kick-off-Termin gestartet war und im Juli 2025 endete: Im Fokus stand die Frage, wie sich administrative Prozesse optimieren lassen – von der Projektabwicklung über die Auftragsverfolgung bis hin zur Wissenssicherung in Entwicklung und Konstruktion.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer analysierten und bearbeiteten Verbesserungsprojekte, die sie aus ihren Betrieben mitgebracht hatten. Dazu nutzten sie den ifaa-Leitfaden „Abläufe verbessern – Betriebserfolg garantieren". Dessen praxisorientierte Methodik folgt einem klaren Vier-Schritte-Modell: Verbesserung planen, Fakten erfassen, Ursachen erkennen und gezielt beseitigen. Sie eignet sich für alle Betriebe – unabhängig von Vorkenntnissen oder technischer Ausstattung. Konkret ging es beispielsweise darum, Lieferprozesse zu digitalisieren, interne Änderungsabläufe zu verschlanken oder die Liefertreue zu verbessern.

Expertinnen und Experten begleiteten die Unternehmen eng durch alle Module. Firmenbesuche und Networking bei teilnehmenden Betrieben sorgten für direkten Wissenstransfer. Das Ergebnis: effizientere administrative Abläufe, mehr Transparenz und ein gestärktes Bewusstsein für kontinuierliche Verbesserung – auch jenseits der Produktionslinien.

Die LEAN-Modulreihe wird fortgesetzt. Der nächste Durchgang startet im Herbst 2026.

23. Januar 2025

VME-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp, Dr. Friederike Haase, Staatssekretärin im Wirtschafts- und Arbeitsministerium, Gerald Paulig, Standortleiter ABB in Cottbus (v.l.n.r., Foto: Panne)

Neujahrsempfang Cottbus

Wirtschaft im Süden Brandenburgs warnt vor Schwarzmalerei

Die Wirtschaft im Süden Brandenburgs warnt trotz schwieriger Lage vor übermäßigem Pessimismus. Insbesondere in der Lausitz werden Fortschritte bei der wirtschaftlichen Transformation hervorgehoben. Gleichzeitig bleibt die Situation in vielen Betrieben angespannt und von Unsicherheit geprägt. Die Unternehmen fordern daher klare wirtschaftspolitische Impulse. Gerald Paulig, Vorsitzender der Bezirksgruppe Cottbus, sagte: „Wir sind die Region der Transformation.“ Gefordert werden vor allem Bürokratieabbau, bessere Fachkräftebedingungen und einfachere Vergaberegeln.

30. Januar 2025

Gesamtmetall-Präsident Dr. Stefan Wolf spricht vor den Demonstranten. Foto: UVB

Wirtschaftswarntag

Den Unternehmen reicht es

Am 30. Januar organisierte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den bundesweiten Wirtschaftswarntag, um auf die aus Sicht der Wirtschaft dramatische Lage des Standorts Deutschland aufmerksam zu machen. Mehr als 140 Verbände und hunderte Unternehmen beteiligten sich an Kundgebungen und Aktionen, unter anderem am Brandenburger Tor in Berlin. Zu den Unterstützern gehörten auch die Unternehmensverbände und der VME Berlin-Brandenburg. Die beteiligten Wirtschaftsverbände forderten vor allem weniger Bürokratie, niedrigere Energie- und Arbeitskosten sowie mehr Wettbewerbsfähigkeit für Unternehmen. Die Organisatoren bezeichneten den Aktionstag als „Weckruf“ an die Politik, nach der Bundestagswahl eine umfassende Wirtschaftswende einzuleiten.

Januar bis Dezember 2025

Carolin Vesper

Kompetent auf den Punkt: VME-Arbeitsrechtsexpertin Carolin Vesper informiert.

Webinare
Wissen – wann immer es gebraucht wird

Arbeitsrecht, Personalplanung, Entgeltabrechnung – die Anforderungen an Mitgliedsunternehmen ändern sich schnell. Mit kompakten Webinaren hält der VME seine Mitglieder auf dem Laufenden: praxisnah, ortsunabhängig und ohne großen Zeitaufwand. 2025 standen unter anderem aktuelle Entwicklungen im Arbeitsrecht, der richtige Umgang mit betriebsbedingten Kündigungen, Fragen der Schicht- und Personaleinsatzplanung, die Durchführung von Betriebsratswahlen sowie rechtliche Neuerungen bei der Entgeltabrechnung auf dem Programm. Das Thema Unternehmensführung in schwierigen Zeiten fand ebenfalls großen Anklang.

Wer an den Webinar-Terminen verhindert war oder ein Thema noch einmal vertiefen möchte, kann die Webinar-Aufzeichnungen noch lange danach abrufen. Die Resonanz zeigt: Webinare sind heute ein unverzichtbarer Bestandteil des VME-Serviceangebots.

Januar bis Dezember 2025

ai generated, e car, electric car, electric mobility, e mobility, automobile, e-mobile, dare, futuristic, vehicle, loading column, hypercharger, electricity, charge

Pixabay

Verkehr
Mobility Innovators Group

Die Mobility Innovators Group ist eine gemeinsame Initiative der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO und der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), die Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu Zukunftsfragen der Mobilität vernetzt. Ziel ist der Austausch über innovative Mobilitätskonzepte und die Stärkung der Hauptstadtregion als Standort für neue Verkehrstechnologien. Die Veranstaltungsreihe „Intelligente Mobilität“ bietet dafür regelmäßig Frühstücksdebatten mit Expertinnen und Experten aus Unternehmen, Verbänden und Politik. Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg gehören zu den Mitorganisatoren und bringen die Perspektive der regionalen Wirtschaft ein. Im Jahr 2025 standen insbesondere die Skalierung der Ladeinfrastruktur, die Elektrifizierung von Flotten sowie die Integration von KI-gestütztem Verkehrsmanagement im Mittelpunkt der Diskussionen.

11. März 2025

Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp

Konjunktur

Frühjahrsumfrage: Aussichten für Aufschwung in 2025 schwinden

Eine deutliche wirtschaftliche Erholung in der Hauptstadtregion wird zunehmend unwahrscheinlich. Laut der neuen UVB-Frühjahrsumfrage erwarten 57 Prozent der Branchen eine schlechtere Entwicklung als im Vorjahr. Besonders die Industrie zeigt sich stark pessimistisch, auch bei Investitionen, Umsatz und Beschäftigung. Viele Unternehmen bewerten zentrale Standortfaktoren wie Bürokratie, Energiepreise und Digitalisierung negativ. Alexander Schirp warnte bei der Vorstellung der Umfrage: „Noch nie in der Geschichte unserer Verbände-Umfrage war der Pessimismus in der Industrie so verbreitet.“ Der Verband fordert politische Maßnahmen zur Stabilisierung der industriellen Basis und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen.

11. März 2025

Innovation

So geht Erneuerung

Die „Industry Innovators Group“ veranstaltete 2025 mehrere Netzwerktreffen und Fachveranstaltungen. Die Plattform bringt Unternehmen, Start-ups, Wissenschaft und Forschungseinrichtungen zu Themen wie Künstliche Intelligenz, Industrial IoT, Virtual Reality und Additive Manufacturing zusammen. Zu den Veranstaltungen 2025 gehörte unter anderem „The Art of Innovation“ im Siemensstadt Square. Die Unternehmensverbände und der VME waren nicht nur beteiligt, sondern gehören zu den zentralen Organisatoren und Trägern der Industry Innovators Group. Ziel des Formats ist es, den Austausch über digitale Transformation und industrielle Innovationen in der Hauptstadtregion zu fördern.

21. März 2025

Luftverkehrsinitiative

Wirtschaft in der Metropolregion fordert: Neue Bundesregierung muss Luftverkehr wettbewerbsfähig machen

Die Luftverkehrsinitiative Berlin-Brandenburg fordert Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts. Im Mittelpunkt stehen die Abschaffung der Luftverkehrssteuer sowie geringere staatliche Gebühren. Kritisiert werden zudem nationale Sonderregelungen bei nachhaltigen Kraftstoffen. Auch flexiblere Nachtflugregelungen und angepasste internationale Abkommen werden gefordert. „Ohne deutliche Entlastungen bei der Luftverkehrssteuer und anderen staatlichen Belastungen ist die adäquate Anbindung des Wirtschafts-, Kultur- und Touristikstandorts an Europa und die Welt in Gefahr“, sagte Aletta von Massenbach, CEO Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. Ein leistungsfähiger Luftverkehr gilt als zentraler Standortfaktor für Wirtschaft und internationale Anbindung.

28. März 2025

Geschäftsführer Sven Weickert

Konjunktur

Spitzenverband findet Bilanz für 2024 enttäuschend

Die wirtschaftliche Entwicklung in der Hauptstadtregion bleibt hinter den Erwartungen zurück. Berlin verzeichnet nur ein geringes Wachstum, während Brandenburg erneut ein Minusjahr erlebt. Hauptursachen sind strukturelle Probleme, insbesondere in Industrie und Bauwirtschaft. Positive Impulse kommen vor allem aus der Informations- und Kommunikationsbranche. VME-Geschäftsführer Sven Weickert erklärte: „Die schwierige Wirtschaftslage und hausgemachte Standortprobleme haben die Region nach unten gezogen.“ Der Verband fordert umfassende Reformen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

2. April 2025

Dr. Stefan Brandt, Vorstand der IBB, Achim Oelgarth, Geschäftsführer des Ostdeutschen Bankenverbands, VME-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp (v.l.n.r., Foto: Panne).

Infrastruktur

Modernisierung der Berliner Infrastruktur kostet 108 Milliarden Euro

Der Investitionsbedarf für die Berliner Infrastruktur beläuft sich laut Studie auf mindestens 108 Milliarden Euro bis 2035. Besonders betroffen sind Gebäude, Verkehr sowie Bildungs- und Versorgungsinfrastruktur. Die Finanzkraft der öffentlichen Hand reicht für diesen Bedarf nicht aus. Das geht aus einer gemeinsamen Studie von UVB, Investitionsbank Berlin und dem Ostdeutschen Bankenverband hervor. Daher werden alternative Finanzierungsmodelle wie öffentlich-private Partnerschaften vorgeschlagen, bei der private Akteure einen Teil der Finanzierung übernehmen und im Gegenzug an Einnahmen aus der Nutzung beteiligt werden. Alexander Schirp betonte: „Berlins Infrastruktur läuft schon zu lange auf Verschleiß.“ Ziel ist es, Modernisierung, Klimaanpassung und Wachstum gleichzeitig voranzutreiben.

7. April 2025

Firmengründung

Berlins beste Schülerfirma ausgezeichnet

RePurp heißt das beste von Schülerinnen und Schülern gegründete Unternehmen aus der Hauptstadt. Die Firma setzt darauf, aus ausgedienten Landkarten Gebrauchsgegenstände zu fertigen. Prämiert wurde RePurp im Rahmen eines Wettbewerbs, den das Institut der deutschen Wirtschaft ins Leben gerufen hat. Zur Begründung erklärte die Jury, RePurp habe das überzeugendste Gesamtkonzepts gehabt. Die Schülerinnen und Schüler der Carl-Zeiss-Oberschule setzten sich gegen fünf Finalisten durch. Bewertet wurden die Teams unter anderem in Pitch Deck, Interview und Bühnenpräsentation sowie nach Teamarbeit und Innovationskraft. Die weiteren Plätze gelegten Lucky Lights (Kerzen mit Glücksbotschaften) und Schnippery (Holzschneidebrett mit Schubladen). Gefördert wurde der Wettbewerb unter anderem von den Unternehmensverbänden.

29. April 2025

Lauter Gewinner: VME-Geschäftsführer Sven Weickert (rechts im Bild) ehrte die besten Azubi-Autoren. Foto: Panne

Ausbildung

Warum Azubis ihre Ausbildung lieben

Mit einem Schreibwettbewerb wollen UVB und VME die duale Ausbildung stärker in den Fokus rücken. Der Hintergrund sind zahlreiche unbesetzte Ausbildungsplätze in der Region. Auszubildende und dual Studierende sind aufgerufen, ihre Erfahrungen zu schildern. Ziel ist es, mehr junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen. Alexander Schirp erklärte: „Die duale Ausbildung ist ein zentrales Element der Fachkräftesicherung.“ Der Wettbewerb ist Teil des vocatium Ausbildungspreises und mit 1.500 Euro dotiert.

07. Mai 2025

80 Jahre Kriegsende

„Frieden ist Grundlage für Wohlstand und Wachstum – Europa muss seine Sicherheit stärken“

Zum 80. Jahrestag des Kriegsendes betonen die Unternehmensverbände die Bedeutung von Frieden für wirtschaftliche Entwicklung. Die Befreiung wird als Grundlage für Demokratie und soziale Marktwirtschaft gewürdigt. Gleichzeitig wird auf aktuelle geopolitische Herausforderungen verwiesen. Sicherheit und Stabilität gelten als zentrale Voraussetzungen für Wohlstand. Alexander Schirp erklärte: „Frieden ist die Grundlage für Wohlstand und Wachstum.“ Europa müsse daher seine Sicherheitsarchitektur stärken.

15. Mai 2025

Bildung

Rückenwind für MINT

Das MINTNetz Berlin-Brandenburg ist ein Zusammenschluss von Akteuren in der MINT-Förderung und MINT-Bildung in der Hauptstadtregion. Gemeinsam wollen Unternehmen, Verbände, Politik, Stiftungen, Vereine, Schülerlabore und Forschungs- und Hochschuleinrichtungen Rückenwind für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik organisieren. Auf regelmäßigen Treffen lotet man aus, welche Projekte zum Ziel führen und Unterstützung verdienen.

Juni bis Oktober 2025

Management

FührungsForum (#DFF) 2025

Die Workshop-Reihe richtet sich an Führungskräfte, denen wertschätzende Führung, innovatives Management und Lernen durch nachhaltige Vernetzung am Herzen liegt. Ziel ist es, Impulse für die (Weiter-)Entwicklung der individuellen Führungskompetenzen zu geben, auch im Dialog mit anderen Entscheidern und Entscheiderinnen. Das FührungsForum ist eine gemeinsame Initiative der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, des Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science, der bbw Hochschule und des Coaches Gero Will. Das #DFF begann im Juni 2025, nach vielen Workshop-Tagen und intensiver Zusammenarbeit fand die Abschlusspräsentation im Oktober statt. 

11. Juni 2025

Nüchterne Bestandsaufnahme: Der VME-Vorstandsvorsitzende Stefan Moschko rief die Politik dazu auf, für bessere Wettbewerbsbedingungen der Industrie zu sorgen. © VME 2025

Die VME-Spitze freut sich mit Personalleiterin Bianca Sommerfeld über die 30-jährige Mitgliedschaft von Rolls-Royce Deutschland. © VME 2025

VME-Mitgliederversammlung

Sorge um Wettbewerbsfähigkeit

Auf der Mitgliederversammlung zeichnete Stefan Moschko, Vorstandsvorsitzender des VME, in seiner Standortbestimmung ein nüchternes Bild. Angesichts der anhaltenden Rezession der deutschen Wirtschaft, der sinkenden Industrieproduktion und dem damit verbundenen Arbeitsplatzabbau mahnte Moschko ein entschlossenes Handeln zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit an. Die Pläne zur Ausbildungsplatzabgabe kritisierte Moschko scharf.

Mit Blick auf Brandenburg stellte er fest, dass die Phase des Rekordwachstums dort vorerst beendet sei. Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp ergänzte, dass verschlechterte Standortbedingungen und Investitionszurückhaltung die Industrie massiv belasteten.

Nach dem Rückblick auf das vergangene Verbandsjahr und einem Bericht über aktuelle Aktivitäten ehrten Moschko und Schirp die Firma Rolls-Royce Deutschland Ltd. & Co. KG für ihre 30-jährige Mitgliedschaft im VME. Personalleiterin Bianca Sommerfeld-Setien nahm die Urkunde entgegen. Die Mitgliederversammlung wählte zudem Dr. Markus Keicher in den VME-Vorstand. Dr. Keicher leitet das Mercedes-Benz-Werk in Berlin-Marienfelde – eine der ältesten Produktionsstätten des Konzerns.

13. Juni 2025

Arbeitsmarkt

Fachkräfte vermitteln, Arbeitslosigkeit vermeiden

Zusammen mit dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Berlin Süd arbeiten UVB und VME daran, Fachkräfte zwischen Unternehmen zu vermitteln. Das Ziel: Menschen sollen möglichst nahtlos von einem kriselnden Betrieb zu einem mit Fachkräftebedarf wechseln. Arbeitslosigkeit soll mit Hilfe dieser Arbeitsmarkt-Drehscheibe gar nicht erst entstehen. In einer weiteren Veranstaltung mit der Lernplattform Sofatutor gab CEO Stephan Baier praxisnahe Einblicke, wie KI-gestütztes Lernen zur Qualifizierung und Weiterbildung von Beschäftigten beitragen kann. Ein weiterer Schwerpunkt war die von der Agentur für Arbeit geförderte Weiterbildung zum KI-Berater – ein konkretes Angebot für Unternehmen, ihre Beschäftigten fit für die digitale Transformation zu machen.

19. Juni 2025

Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften: Zur Jubiläumsfeier des VME im Mosaiksaal der Siemens-Hauptverwaltung war viel Prominenz gekommen. © VME 2026 | André Wagenzik

Treue wird belohnt: Zehn Berliner Unternehmen sind vom ersten Tag an Mitglied im Verband, der damals noch AVBM hieß. Zum Dank bekamen alle eine Urkunde. © VME 2026 | André Wagenzik

75 Jahre VME

Festakt im Mosaiksaal der Siemens-Zentrale

Mit einem Festakt feierte der VME im Jahr 2025 sein 75-jähriges Bestehen. Rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verbänden kamen dazu in den historischen Mosaiksaal der Siemens-Zentrale – darunter Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, Brandenburgs Wirtschafts-Staatssekretärin Dr. Friederike Haase, Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander und der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Kerner.

Stefan Moschko, Vorstandsvorsitzender des VME, nutzte den Abend für ein klares politisches Signal: Tarifautonomie sei kein Relikt, sondern ein Zukunftsmodell. Demgegenüber werde das geplante Bundestariftreuegesetz den Wettbewerb bremsen und Bürokratie schaffen. Für den Standort forderte Moschko bezahlbare Energie, schnellere Planungsprozesse sowie Investitionen in Bildung und Infrastruktur. Tarifverträge müssten den Unternehmen ausreichend Flexibilität lassen. „Ohne Industrie gibt es keinen Wohlstand, keine gute Arbeit und keinen erfolgreichen Klimaschutz“, bekräftigte Moschko.

Moschko würdigte zugleich die jahrzehntelange Sozialpartnerschaft mit der IG Metall – vom Wiederaufbau über die deutsche Einheit bis zu den aktuellen Transformationsprozessen. Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander gratulierte und betonte, der VME habe stets an der Seite seiner Mitgliedsfirmen gestanden. Jürgen Kerner von der IG Metall hob hervor, dass starke Sozialpartner ein Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftlichen Zusammenhalt seien – und freute sich auf „eine weiterhin streitbare, aber konstruktive Zusammenarbeit.“

Zehn Unternehmen aus der Hauptstadt stehen seit der Gründung des Verbands im Jahr 1950 ununterbrochen im Mitgliederverzeichnis, auch wenn sie den Namen im Lauf der Zeit gewechselt haben. Es sind ABB Kaufel, die Ambeg Dr. J. Dichter GmbH, Assa Abloy, Osram, Otis, R. Stock, Schindler, Siemens, Tornado Antriebstechnik und SKF Lubrication Systems. VME-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp dankte ihnen für die Treue und überreichte Urkunden. Mit vielen guten Wünschen für eine erfolgreiche Arbeit des VME klang der feierliche Abend aus.

75 Jahre VME

Wirtschaftswunder, Mauerbau, Wiedervereinigung, Transformation: Mit ständigem Wandel kennen sich der VME und seine Mitgliedsfirmen aus. Video zum 75-jährigen Bestehen des VME.

25. Juni 2025

Verkehr

Autofreies Berlin gefährdet Wirtschaft und Mobilität

UVB und VME kritisieren das geplante Volksbegehren für ein weitgehend autofreies Berlin. VME-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp warnt vor schweren Folgen für Unternehmen, Pendler und die gesamte Hauptstadtregion. Mehr als 500.000 Menschen seien täglich auf funktionierende Mobilität zwischen Berlin und Brandenburg angewiesen, während der Nahverkehr vielerorts keine ausreichende Alternative biete. Handel, Gastronomie und weitere Branchen müssten mit erheblichen Umsatzeinbußen rechnen, wenn Kunden ausbleiben oder auf Online-Angebote ausweichen. Die Wirtschaft unterstützt zwar den Ausbau des Nahverkehrs und mehr Verkehrssicherheit, lehnt weitreichende Fahrverbote jedoch als bürokratisch und gesellschaftlich schädlich ab.

27. Juni 2025

Anpassungen des Mindestlohns (Quelle Zahlen: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)

Arbeitsmarkt

Mindestlohnerhöhung belastet Unternehmen in der Fläche

Die Arbeitgeber bewerten die geplante Erhöhung des bundesweiten gesetzlichen Mindestlohns auf bis zu 14,60 Euro bis 2027 zwiespältig. Positiv sei, dass die Mindestlohnkommission politischen Forderungen nach deutlich höheren Sprüngen nicht gefolgt sei. Gleichzeitig warnt VME-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp vor erheblichen Belastungen für Branchen wie Gastronomie, Bäckereien oder Einzelhandel, besonders außerhalb der Großstädte. Viele Betriebe könnten ihr Angebot oder ihre Öffnungszeiten weiter einschränken. Die Wirtschaft fordert stattdessen niedrigere Steuern und Abgaben, um Beschäftigte wirksam zu entlasten. Insgesamt entwickelte sich der Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg 2025 schwach: Die Arbeitslosigkeit stieg vor allem in Berlin weiter an, während die Beschäftigung in vielen Branchen stagnierte oder zurückging. Besonders Industrie, Handwerk und Gastgewerbe litten unter schwacher Konjunktur, hohen Energiepreisen und ausbleibenden Investitionen. Trotz einzelner Wachstumsimpulse in Berlin, etwa im Dienstleistungs- und Technologiesektor, sehen die Unternehmensverbände weiterhin dringenden Reformbedarf bei Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratie und Energiekosten.

7. Juli 2025

Foto: Panne

Fachkräfte

MINT-Netzwerk stärkt duale Studiengänge in der Hauptstadtregion

Der Verein MINT-EC sowie UVB und VME brachten bei der Veranstaltung „MINT meets Business“ am 7. Juli 2025 Schulen, Hochschulen und Unternehmen zusammen. Rund 60 Teilnehmende diskutierten, wie sich junge Menschen für MINT-Berufe begeistern lassen und welche Rolle duale Studiengänge dabei spielen. Im Fokus standen duale Studiengänge als praxisnahe Kombination aus Studium und Ausbildung. Beiträge aus Hochschule und Wirtschaft sowie Erfahrungsberichte zeigten konkrete Angebote und Einblicke in die Praxis.
Ziel der Veranstaltung war die Vernetzung und der Aufbau von Kooperationen, um die Studien- und Berufsorientierung in der MINT-Förderung zu stärken.

26. August 2025

Verkehr

Wirtschaft fordert schnellen Weiterbau der A100

UVB und VME begrüßen die Eröffnung des 16. Bauabschnitts der A100 in der Hauptstadt und sprechen von einem wichtigen Schritt für den Wirtschaftsstandort. VME-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp betont die bessere Anbindung von Industrie- und Gewerbestandorten im Osten der Hauptstadt. Auch angrenzende Stadtviertel würden vom Durchgangsverkehr entlastet. Die Wirtschaft fordert nun zügig den Weiterbau des 17. Bauabschnitts, um das volle Potenzial der Stadtautobahn auszuschöpfen. Straße und Logistik blieben trotz wachsender Elektromobilität unverzichtbar für Versorgung, Produktion und Arbeitsplätze.

3. September 2025

Konjunktur

Industrie in Berlin und Brandenburg verliert weiter an Umsatz

Die Industriebetriebe in Berlin und Brandenburg haben 2024 erneut sinkende Umsätze gemeldet. In Berlin lag das Minus bei 1,9 Prozent, in Brandenburg sogar bei 4,0 Prozent. VME-Geschäftsführer Sven Weickert warnt vor einer anhaltenden Industriekrise und fordert bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Besonders wichtig seien wettbewerbsfähige Energiepreise, niedrigere Lohnzusatzkosten und weniger Bürokratie. Die Politik müsse entschlossener handeln, um Wohlstand und Arbeitsplätze in der Industrie zu sichern.

8. September 2025

Foto: Staatskanzlei Brandenburg

Arbeitsmarkt

Brandenburg verlängert Ausbildungskonsens bis 2027

Das „Brandenburger Bündnis für Gute Arbeit“ hat den Ausbildungskonsens bis 2027 fortgeschrieben. Wirtschaft, Gewerkschaften, Kammern, Landesregierung und Bundesagentur für Arbeit wollen damit die duale Ausbildung weiter stärken. 2024 wurde erstmals seit Jahren wieder die Zielmarke von 10.000 neuen Ausbildungsverträgen erreicht. Die Partner sehen dennoch weiterhin Herausforderungen bei Berufsorientierung, Mobilität und Wohnraum für Auszubildende. Die Wirtschaft fordert bessere Rahmenbedingungen, um offene Ausbildungsplätze künftig erfolgreicher besetzen zu können.

9. September 2025

Energie

UVB verlangt Schutz nach Angriff auf Berliner Stromnetz

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg zeigen sich alarmiert über den mutmaßlich extremistisch motivierten Anschlag auf das Berliner Stromnetz im Berliner Südosten. Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp spricht von einer neuen Bedrohungslage für Gesellschaft und Wirtschaft. Neben Schäden für Unternehmen und Bürger gerieten auch freiheitliche Werte zunehmend unter Druck. Die Sicherheitsbehörden müssten alles tun, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern. Zugleich fordert die Wirtschaft eine schnelle Aufklärung der Tat.

9. September 2025

Foto: Adobe

Bildung

Wirtschaft fordert mehr Investitionen in die Köpfe

UVB und VME sehen leichte Fortschritte im Bildungsmonitor 2025, der die bundesweiten Bildungsleistungen vergleicht. Sie halten die Investitionen aber weiterhin für unzureichend. VME-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp warnt vor wachsendem Fachkräftemangel, da bis 2035 viele Beschäftigte aus dem Erwerbsleben ausscheiden werden. Besonders wichtig seien bessere Leistungen in Naturwissenschaften und Technik sowie eine stärkere Sprachförderung für Kinder. Berlin mache zwar Fortschritte, etwa bei Betreuung und Hochschulen, habe aber weiter Defizite bei Bildungsqualität und Lehrkräfteausstattung. Brandenburg müsse vor allem den Lehrkräftemangel und die Schwächen seiner Hochschullandschaft entschlossener angehen.

16. bis 18. September 2025

Studienreise

Industrielle Exzellenz, hautnah erlebt

Mitte September besuchten Entscheidungsträgerinnen und -träger der Metall- und Elektroindustrie im Rahmen einer gemeinsamen Studienreise vier Produktionsbetriebe in der Region Berlin-Brandenburg. Organisiert hatte die Reise der VME gemeinsam mit NORDMETALL und dem Allgemeinen Verband der Wirtschaft Norddeutschlands.

Tornado Antriebstechnik, ASSA ABLOY Sicherheitstechnik, Mercedes-Benz Ludwigsfelde und GEA Refrigeration Germany öffneten ihre Produktionshallen und ermöglichten direkte Einblicke in ihre Prozesse. Prof. Dr. Ralf Neuhaus, Dekan der Hochschule Fresenius in Düsseldorf, begleitete die Reise fachlich.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen Fragen zur Prozessoptimierung, zur Rolle von Führungskräften und Beschäftigten in der Transformation sowie zu Methoden der kontinuierlichen Verbesserung. Drei intensive Tage in Berlin, Großbeeren, Ludwigsfelde und Halle-Schkopau zeigten: Der direkte Blick in andere Unternehmen bleibt eine der wirkungsvollsten Formen des Wissenstransfers. Die nächste exklusive Studienreise ist bereits geplant: Vom 16. bis 18. September 2026 öffnen fünf Unternehmen zwischen Kiel und Hamburg ihre Tore.

24. September 2025

Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt, verkettet/vorläufige Ergebnisse nach Bundesländern (Wirtschaftswachstum))

Konjunktur

Berlin wächst – Brandenburg bleibt zurück

Die Wirtschaftsentwicklung in der Hauptstadtregion verläuft laut UVB zunehmend unterschiedlich. Während Berlin im ersten Halbjahr 2025 bundesweit zu den wachstumsstärksten Ländern zählt, steckt Brandenburg weiter in der Krise. Positive Impulse kommen in Berlin vor allem aus Industriebranchen wie Chemie, Pharma und Maschinenbau. Brandenburg steuert dagegen auf das dritte Minusjahr in Folge zu, insbesondere wegen Problemen in der Industrie. Die Wirtschaft fordert deshalb weniger Bürokratie, niedrigere Kosten und bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen.

25. September 2025

Industrie trifft Startups

Datengestützte Lösungen für den Shopfloor

Man nehme zehn Startups aus dem Bereich Industrial Tech, 70 Industrieunternehmen und vier Thementische – und fertig ist das alljährliche Vernetzungsformat Industrie trifft Startups. Diesmal gastierte das Format bei Siemens Energy im Werk Berlin-Moabit. Auf einer Werksführung erfuhren die Veranstaltungsgäste, wie man Elektrolyseure fertigt, additive Fertigungstechnologien in der Produktion einsetzt und Hochtechnologie bei der Fertigung von Gasturbinenfertigung hilft.

Nach diesem Auftakt startete die vertiefende Diskussion. An vier Thementischen tauschten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über sinnvolle Anwendungsszenarien für KI in der Produktion, Automatisierungslösungen für die Qualitätssicherung, Robotik-Anwendungen und Lösungen im Bereich von Datenübertragung und sicheren KI-Anwendungen.


An allen Tischen zeigte sich: Industrie und Startups kommen dort ins Gespräch, wo industrielle Bedarfe bestehen, aus ersten Kontakten werden Anwendungsfälle, aus Kooperation wird Innovation. Etablierte Formate wie Industrie trifft Startups sorgen für die notwendigen Vernetzungsplattformen. 

7. Oktober 2025

Foto: Andreas Grauman

Bildung

Berliner Wirtschaft lehnt Ausbildungsplatzumlage ab

Ein breites Bündnis der Berliner Wirtschaft fordert den Stopp der geplanten Ausbildungsplatzumlage. Verbände und Kammern warnen vor zusätzlicher Bürokratie, neuen Kosten und Wettbewerbsnachteilen für Unternehmen. Erfahrungen aus Bremen zeigten bereits zahlreiche Klagen und sinkende Ausbildungsverträge. Die Wirtschaft argumentiert, dass nicht fehlende Ausbildungsplätze das Hauptproblem seien, sondern mangelnde Qualifikationen vieler Bewerberinnen und Bewerber. Statt neuer Abgaben brauche Berlin bessere Berufsorientierung und attraktivere Rahmenbedingungen für Ausbildung.

5. November 2025

Foto: Wagenzik

Jahresempfang

Forderung nach Reformen und weniger Belastungen für Unternehmen

Der VME-Vorstandsvorsitzende Stefan Moschko hat beim traditionellen Bierabend der Wirtschaft im KaDeWe mehr Reformbereitschaft und Entlastungen für Unternehmen gefordert. Deutschland verliere seit Jahren an Wettbewerbsfähigkeit, während Produktivität und Wachstum schwächeln. Moschko kritisierte zusätzliche Belastungen wie die geplante Ausbildungsplatzumlage oder Debatten über Vergesellschaftungen. Unternehmen bräuchten stattdessen weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und bessere Standortbedingungen. Rund 500 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft nahmen an dem Empfang teil.

17. November 2025

Am 17. November 2025 feierten die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg ihr 75. Jubiläum im Museum Barberini.

Rund 200 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft feierten mit den Unternehmensverbänden.

Jubiläum

Spitzenverband feiert 75. Jahrestag der Gründung und fordert engere Zusammenarbeit in der Hauptstadtregion

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg sehen in Digitalisierung, Demografie und Dekarbonisierung große Chancen für die Region. UVB-Präsident Stefan Moschko erklärte beim 75-jährigen Jubiläum des Verbands, Berlin und Brandenburg könnten gemeinsam zu einer europäischen Leitregion der Transformation werden. Dafür müssten beide Länder ihre Strategien in Forschung, Innovation und Fachkräftesicherung stärker bündeln. Grundlage sei die Kombination aus Berlins Innovationskraft und Brandenburgs industriellen Standortvorteilen. Vertreter aus Politik und Wirtschaft würdigten die UVB als wichtige Stimme der regionalen Wirtschaft.

Untermauert wird die UVB-Forderung von einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Sie sieht große Wachstumschancen für die Hauptstadtregion. Durch mehr Forschung, Ingenieurwesen und IT könnten Berlin und Brandenburg ihre Wirtschaftskraft um Milliardenbeträge steigern. Die Studie hebt die Kombination aus Innovationskraft in Berlin und industrieller Stärke in Brandenburg als besonderen Vorteil hervor. UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp fordert deshalb eine engere Zusammenarbeit beider Länder in Wirtschafts- und Fachkräftepolitik. Ziel müsse es sein, die Hauptstadtregion als europäische Leitregion der Transformation zu etablieren.

28. November 2025

Foto: Senatskanzlei

Sport

Wirtschaft wirbt für Olympia

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) haben 2025 die Berliner Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele ausdrücklich unterstützt. Aus Sicht der UVB bietet eine Olympiabewerbung die Chance, wichtige Investitionen in Infrastruktur, Mobilität und internationale Sichtbarkeit der Hauptstadtregion anzustoßen. Die Verbände betonten zudem die wirtschaftlichen Impulse für Industrie, Dienstleistungen, Tourismus und Innovation in Berlin und Brandenburg. UVB-Hauptgeschäftsführer Schirp sprach sich dafür aus, die Bewerbung als gemeinsames Zukunftsprojekt für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu begreifen. Die UVB begleiteten die Debatte 2025 durch öffentliche Stellungnahmen und Beteiligung an Gesprächen mit Partnern aus Wirtschaft und Sport.

10. Dezember 2025

Fachkräfte

Personalforum - woher kommt der Nachwuchs?

Welche Rolle spielt die geplante Ausbildungsplatzabgabe für die zukünftige Fachkräftesicherung? Darüber diskutierte das UVB-Personalforum im ABB-Ausbildungszentrum in Reinickendorf. UVB-Geschäftsführer Sven Weickert eröffnete das Treffen mit einem Impulsvortrag zur Ausbildungsplatzumlage. Er wies auf den bürokratischen Aufwand und die Kosten hin, die nach der möglichen Einführung der Umlage auf Berliner Unternehmen zukommen könnten. In der anschließenden Diskussion schilderte Karin Block, Leiterin des Personalmanagements im Unfallkrankenhaus Berlin und Vorsitzende unseres Forums, ihre Erfahrungen mit dem seit Mitte 2020 bestehenden Pflegeausbildungsfonds. Nach Einschätzung von Block erfüllt dieser Fonds eine solidarische Funktion für Betriebe aus dem Pflegebereich, da er – anders als die geplante Ausbildungsplatzumlage – auf die Bedarfe der Branche zugeschnitten sei. Den zweiten Impulsvortrag hielt Kathrin Röschel, Direktorin der Berlin Cosmopolitan School. Sie widmete sich der Frage, wie berufliche Orientierung in der heutigen Zeit an Schulen gelingen kann – zumal aktuelle Prognosen besagen, dass rund 65 Prozent der jetzigen Grundschulkinder später einmal in Berufen arbeiten werden, die es heute noch gar nicht gebe.

17. Dezember 2025

Finanzen

UVB kritisiert Berliner Doppelhaushalt und Ausbildungsabgabe

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg werfen dem Berliner Doppelhaushalt 2026/27 fehlende Nachhaltigkeit vor. UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp kritisiert insbesondere die geplante Ausbildungsplatzabgabe als kostspielige Fehlentscheidung. Allein die Verwaltung der Abgabe verursache Millionenaufwand und zusätzliche Bürokratie für Unternehmen. Gleichzeitig wachse das strukturelle Defizit des Landes weiter an und schränke künftige Handlungsspielräume ein. Positiv bewertet die Wirtschaft hingegen die geplanten Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Wohnungsbau.